Vertrauen und Angst

Vertrauen
Vertrauen hat am Ende den längeren Atem als Angst.
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Heute ist der Grazer Altbischof Johann Weber gestorben (hier ein Bericht auf den Seiten des ORF).

In einem TV Bericht wurde eine Rede von ihm gezeigt, an deren Ende er die folgenden Worte setzte:

„Vertrauen hat einen längeren Atem als Angst.“

Bischof Johann Weber (1927-2020)

Was für schöne Worte. Dazu passt ein Ausspruch aus China:

„Angst klopfte an. Vertrauen öffnete. Niemand war draußen.“

Aus China

Ist es nicht bemerkenswert, wie sehr sich wichtige Gedanken ähneln, egal ob im Westen oder im Osten?

Von Vögeln und Nestern, die man nicht will…

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Das heutige Zitat stammt aus dem Buch „ZEN – Nimm Dir jeden Tag eine halbe Stunde Zeit“ – und ich habe es nicht gekauft, sondern zufällig in unserem Müllraum gefunden.

Müllraum?

Ja, Müllraum! Es hat sich bei uns nämlich eingebürgert, dass man Dinge, die noch gut brauchbar sind, zuerst einmal in einer Ecke aufstellt, wie zb Bücher. Und so habe ich gestern dieses schöne kleine Buch (für Kenner ISBN 3-89008-437-0) in die Hand bekommen.

Es befinden sich Zitate aus China und Japan darin, und eines hat mir besonders gut gefallen, weil es auch zur aktuellen Situation (Corona) passt:

„Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über Deinem Haupte fliegen,
kannst Du nicht ändern.
Aber dass sie Nester in Deinem Haar bauen,
das kannst Du verhindern.“

aus: ZEN-Nimm Dir jeden Tag eine halbe Stunde Zeit, von Naomi May, Groh Verlag

Umgelegt auf den heutigen Alltag könnte es vielleicht bedeuten:
„Du kannst die aktuelle Situation nicht ändern. Und es ist ok, dass Du es ernst nimmst und Dir Sorgen machst. Aber lass nicht zu, dass diese Sorgen Dein ganzes Leben beherrschen, sondern richte Deine Aufmerksamkeit darauf, was Du dagegen tun kannst.“

Ist natürlich wie immer leichter gesagt als getan. Aber vielleicht hilft das Zitat dabei, „Gedankenketten zu durchbrechen.

#corona #bleibgesund #BeatTheVirus #Menschbleiben #andratuttobene #schauaufdich

Von kleinen und großen Gedanken

Notizheft für kleine und große Gedanken
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Ich habe heute sehr nette Post vom Kardinal König Haus erhalten, dem Bildungszentrum der Jesuiten und der Caritas. Und zwar eine Postkarte mit einem sehr schönen Zitat von Dietrich Bonhoeffer, wie gemacht für Tage wie diese während der „Corona-Krise“:

Man muss sich durch die kleinen Gedanken,
die einen ärgern,
immer wieder hindurchfinden
zu den großen Gedanken,
die einen stärken.

Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft. Brief an Eberhard Bethge vom 21.6.1944

Dazu muss man wissen, dass Dietrich Bonhoeffer diese Gedanken während seiner Haft (1943-1945) aufgeschrieben hat. Am 9. April 1945 wurde er hingerichtet.

Was einen Menschen zäh machen kann

Die Sonne von Liebe und Hoffnung.
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Ich habe heute im Netz einen wunderschönen Text gelesen, zu dem ich gar nicht viel sagen möchte – er spricht für sich. Vielleicht nur, dass er von Hilde Domin geschrieben wurde, einer deutschen Schriftstellerin jüdischen Glaubens, die bis 1939 in Italien lebte und dann flüchten musste.

„Keine Katze mit sieben Leben,
keine Eidechse und kein Seestern,
denen das verlorene Glied nachwächst,
kein zerschnittener Wurm
ist so zäh wie der Mensch
den man in die Sonne
von Liebe und Hoffnung legt.
Mit den Brandmalen auf seinem Körper
und den Narben der Wunden
verblasst ihm die Angst.
Sein entlaubter Freudenbaum
treibt neue Knospen,
selbst die Rinde des Vertrauens
wächst langsam nach.“

Hilde Domin, 1909-2006

Es gibt Texte, die kann man nur auf sich wirken lassen. Ich habe das Gefühl, egal was ich schreibe, es würde dem Text nicht gerecht werden. Darum tue ich es auch nicht. Vielleicht ist diesmal Schweigen tatsächlich Gold.

Das ABC vom Glück

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Ich bin gerade mit der Lektüre des Buches „Das ABC vom Glück – Jüdische Weisheit für jede Lebenslage“ von Paul Chaim Eisenberg, dem ehemaligen Oberrabiner von Wien, fertig geworden. Ein schönes Buch, das zum Lachen und Nachdenken einlädt.

Verstehen, warum mein Konfliktpartner so denkt

Zwei Zitate möchte ich herausgreifen, weil sie mir besonders gut gefallen haben:

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Was Captain Picard zu Alma Zadic sagen würde

Post no Hate
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In der österreichischen Innenpolitik ist das Thema #HassimNetz leider momentan sehr populär. Unsere neue grüne Justizministerin Frau Dr Alma Zadic ist wegen ihrer bosnischen Herkunft (sie ist mit 10 Jahren mit ihren Eltern während des Bosnienkrieges nach Österreich geflüchtet) einer Hasskampagne im Internet ausgesetzt.

Offenbar scheint es Menschen zu geben, die der Meinung sind, eine Person mit Migrationshintergrund wäre für das Amt einer Justizministerin nicht geeignet.

Rein zufällig lese ich gerade das Buch „Picards Prinzip – Management by Trek“, in dem es um an die Figur des Captain Jean-Luc Picard (aus der Serie Star Trek – The Next Generation) angelehnte Erkenntnisse des Managements geht. Jetzt kann man natürlich lächelnd sagen: Was hat Star Trek oder die Enterprise mit dem wirklichen Leben bzw der Politik von heute zu tun?

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Manchmal kann ich auch vergessen

Aus aktuellem Anlass (Todestag des Schauspielers Rene Auberjonois, dem Darsteller des Formwandlers Odo) ein Zitat aus der Serie Star Trek: Deep Space Nine:

Manchmal….kann ich auch vergessen.

Odo (Rene Auberjonois), Deep Space 9

Das Zitat stammt aus der Folge „Die Ermittlung“ (Staffel 2) und ist die Antwort auf die Frage von Kira Nerys, ob er ihr je wieder vertrauen könne. Kira hatte ihn lange zuvor einmal angelogen und es ihm aus Angst, seine Freundschaft zu verlieren, lange Zeit nicht gesagt.

Es ist eines der Zitate aus Star Trek, die bei mir hängengeblieben sind. Vielleicht ein Anstoss, darüber nachzudenken, ob es im eigenen Leben Situationen gibt, in denen es gut ist, vergessen zu können.

Hier ist die offizielle Homepage von Rene Auberjonois.

Und hier einer der vielen Artikel zu seinem Tod:

https://www.welt.de/vermischtes/article204149034/Odo-aus-Deep-Space-Nine-Star-Trek-Schauspieler-Rene-Auberjonois-gestorben.html?wtrid=onsite.onsitesearch

Fürchte nicht, dass Dein Leben enden wird

In einer Jugendzeitschrift habe ich heute das folgende Zitat gelesen:

Fürchte nicht,
dass Dein Leben enden wird.
Sondern fürchte lieber,
dass es nie beginnen wird.

John Henry Newman (englischer Kardinal, gestorben 1890)

Irgendwie musste ich bei diesem Zitat an den Begriff „Leben im Konjunktiv“ denken, bzw an die einfache Version „Hätte, Hätte, Fahrradkette“ denken. Ein selbstbestimmtes, freies Leben führen zu können. Das ist nicht selbstverständlich.

Ich glaube, es lohnt sich, in einer ruhigen Minute darüber nachzudenken.